Mehrgenerationenhaus

Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser geht inhaltlich und methodisch neue Wege: Es fördert das Miteinander und den Austausch der Generationen und schafft ein nachbarschaftliches Netzwerk familiennaher Dienstleistungen. Dazu aktiviert es bürgerschaftliches Engagement auf innovative Art und Weise. Das Programm beschreitet neue Wege der Vernetzung und der gegenseitigen Qualifizierung.

Der positive Ressourcenansatz

Der gedankliche Ausgangspunkt des Aktionsprogramms ist: Jeder und jede leistet etwas. Das Verhältnis zwischen den jeweils Gebenden und Empfangenden ist keine Einbahnstraße. Das Programm folgt damit einem positiven Ressourcenansatz. Das heißt: Niemand ist zu alt, um etwas vom eigenen Wissen und persönlichen Kompetenzen mit anderen teilen zu können. Niemand ist ausschließlich Bittsteller, auch wenn sie oder er hier und da Unterstützung benötigt.

Aktive Gemeinschaft der Lebensalter unter einem Dach

Aus dem neuartigen Ressourcenansatz entsteht ein soziales Kapital, das durch eine aktive Gemeinschaft der Lebensalter in den Mehrgenerationenhäusern nutzbar gemacht wird. Dadurch entsteht eine neue Form des generationsübergreifenden Austauschs außerhalb der Familien. Die Arbeit von Kindergärten, Jugendgruppen und Seniorentreffs wird zusammengeführt – unter einem Dach.

Bestehende Einrichtungen und Netzwerke als Ausgangspunkt

Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser baut bestehende Einrichtungen und Netzwerke aus. Das Programm setzt auf Vielfalt und regionale Besonderheiten. Es ist keine Konkurrenz zu ihnen – sondern eine innovative Ergänzung, von der alle profitieren.

Das Bürgerhaus wird Mehrgenerationenhaus

Das Bürgerhaus ist im Jahr 2007 vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend als Mehrgenerationenhaus ausgewählt worden. Im Bürgerhaus als Mehrgenerationenhaus wird für die verschiedenen Altersgruppen das geboten, was vor Ort auch tatsächlich benötigt wird. Vieles davon kann durch bürgerschaftliches, freiwilliges Engagement abgedeckt werden.
Im Bürgerhaus werden schon seit der Eröffnung im Oktober 2004 durch unterschiedliche Projekte, Aktionen und Angebote die verschiedenen Altersstufen angesprochen und das Miteinander aller Generationen gefördert. Beispiele hierfür sind das Storchennest mit der Betreuung von Kleinstkindern, das Jugendprojekt „Mach mit“ in Kooperation mit dem Jugendbüro, Seminare für Erwachsene zur Schulung von Schlüsselqualifikationen, Angebote des Seniorenbeirates sowie generationsübergreifende Kreativangebote wie Basteln und Kochen.
Das Bürgerhaus kann als Mehrgenerationenhaus an die bisherige Arbeit anknüpfen und durch die Fördermittel in Höhe von 40.000 Euro pro Jahr neue Angebote bereitstellen. Hier geht es zu den aktuellen Angeboten im Bürgerhaus Neumarkt als Mehrgenerationenhaus.

Kontakt: Servicebüro Mehrgenerationenhaus

Weitere Informationen zum Programm Mehrgenerationenhäuser sind über die Internetseite www.mehrgenerationenhaeuser.de einzusehen.




Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert.

Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investitionen in die Humanressourcen.